Der Small-Cap-DAX, kurz SDAX ist ein deutscher Aktienindex, der 1999 von der Deutschen Börse AG eingeführt wurde. Im SDAX sind 70 kleinere Unternehmen, die sogenannten Small Caps enthalten, die den im MDAX Dividendenkalender enthaltenen Werten hinsichtlich Handelsvolumen und Marktkapitalisierung folgen. Hierbei kommt die sogenannte 165/165-Regel zum Einsatz. Diese besagt, dass nur börsennotierte Gesellschaften, die bei diesen Kriterien zu den 165 größten im Prime Standard notierten Werten gehören aufgenommen werden können. Werden diese Kriterien für einen längeren Zeitraum nicht eingehalten oder kommt es zu einer starken Abweichung werden sie aus dem SDAX ausgeschlossen, was vierteljährlich überprüft wird. 

Der SDAX gehört zum Prime Standard. Dieser umfasst neben dem bekanntesten Index, dem DAX noch den TecDAX und den MDAX. (Tipp: Prüfen Sie im DAX Dividendenkalender die Dividendenzahlungen der DAX30 Aktien.) Der Small Cap DAX basiert auf den Kursen des Handelssystems XETRA. Die Berechnung beginnt an Börsentagen um 09.00 Uhr und endet mit den Kursen aus der XETRA-Schlussauktion um 17.30 Uhr. Zwischen 17.45 Uhr und 20.00 Uhr wird durch die Deutsche Börse AG der Late-Index berechnet. Dieser ist ein Indikator, wie sich die Werte nach Handelsschluss entwickeln. 

Wie viele Unternehmen sind im SDAX?

Der Small-Cap-DAX, kurz SDAX umfasst 70 Unternehmen, welche hinsichtlich Marktkapitalisierung und Börsenumsatz den MDAX Aktien nachgeordnet sind. Prüfen Sie die MDAX Dividenden im Vergleich zu den obigen aufgelisteten SDAX Aktien. 

 

Aktuelle Änderungen im SDAX - Stand Dezember 2025

Im Rahmen der turnusmäßigen Indexüberprüfung der Deutschen Börse wurden zum 22. Dezember 2025 mehrere Änderungen im SDAX umgesetzt. Der deutsche Small-Cap-Index wird regelmäßig angepasst, um weiterhin die größten und liquidesten Nebenwerte unterhalb von DAX und MDAX abzubilden. Dabei spielen insbesondere Marktkapitalisierung, Streubesitz und Handelsumsatz eine zentrale Rolle.

Zu den jüngsten Anpassungen gehört die Aufnahme mehrerer Unternehmen, darunter bekannte Namen wie HelloFresh und Gerresheimer, die zuvor dem MDAX angehörten und nun wieder im SDAX vertreten sind. Auch weitere wachstumsstarke Nebenwerte wie tonies Dividende, VERBIO und PSI Software wurden neu in den Index aufgenommen. Gleichzeitig mussten andere Unternehmen den SDAX verlassen, da sie die Indexkriterien nicht mehr erfüllten oder strukturelle Veränderungen wie Übernahmen oder sinkende Marktkapitalisierung eine Rolle spielten.

Diese SDAX-Änderungen sind für Anleger besonders relevant, da sie direkte Auswirkungen auf indexnahe Fonds und ETFs haben. Neuaufnahmen führen häufig zu zusätzlicher Nachfrage nach den entsprechenden Aktien, während Absteiger mit Verkaufsdruck konfrontiert sein können. Für Investoren bietet der Blick auf die aktuelle SDAX-Zusammensetzung daher wichtige Hinweise auf Trends und Verschiebungen im deutschen Nebenwerte-Segment.